SPITALER

An den Rennen zum ONS-Bergpokal beteiligte sich 1973 der auffällig bekannte 1302-Kukident-Käfer. Walter Spitaler hatte sich das Mobil aus Lust am technischen Experiment zusammengebaut und schlußendlich einen recht potenten Rennkäfer dabei entwickelt. Die Erfolge bei Bergrennen deuteten auf eine gute Form von Pilot und Fahrzeug. Auffallend am Spitaler-Käfer waren einige ungewöhnliche Problemlösungen, die zweifellos nur im eigenen Versuch entstanden sein können.

 

Motor:

Leistung: 151 PS bei 6850 UPM
Nutzbarer Drehzahlbereich: 5500 - 7700 UPM
Höchstdrehzahl: 8200 UPM
Vergaser: 2 Solex-Doppelvergaser
Saugrohre: Empi
Zylinderköpfe: Eigenentwicklung mit vergrößerten Ein-und Auslaßventilen
Nockenwelle: Spezial-Welle 328°
Ventiltrieb Leichte Spezial-Kipphebel, Ventile und Stößelstangen, spezielle Ventilfedern
Zylinder: um 2/100 mm aufgebohrt
Kolben: Serie bearbeitet, Taschen eingefräst, erleichtert, ausgewogen und
mit speziellen Kolbenringen versehen
Pleuel und Kurbelwelle: Serie bearbeitet
Motorgehäuse: bearbeitet und mit 3 Kurbelgehäuseentlüftungen versehen
Kurbelgehäuse: Serie bearbeitet ( Schwabbelbleche), zusätzlicher Ölbehälter an Stelle des Ölsieb (Sauer und Sohn)
Schwungscheibe: extrem erleichtert und feingewuchtet
Kühlung: Fahrtwindkühlung durch Luftschacht, zusätzlich 2 elektrischeGebläse, großer Ölkühler vom Mercedes 250 SE

 

Getriebe:

Original-Getriebe mit Seriensperre
Übersetzung: Teller-Kegelrad 8:35, beim Wechselgetriebe 3. und 4. Gang kürzer als bei der Serie, das
Getriebe wurde starr aufgehängt

 

Fahrwerk:

Sturz: negativ vorne und hinten
Dämpfer: Koni-Renndämpfer
Lenkgeometrie: geändert
Stabi: Hinten, Fabrikat Empi
Rennfelgen: vorne 7 1/2 x 15, hinten 10 x 15
Reifen: Firestone-Slicks vorne 4.75 / 10.30 x 15 , hinten 9.0 / 24.0 x 15
Fahrzeuggewicht ohne Benzin: 840 kg